Menu

E-Scooter Zulassung

Die Zulassung der E-Scooter stockt. Weil sich beim TÜV die Anträge stapeln und Hersteller oft nachbessern müssen, werden viele E-Scooter später geliefert als geplant.

Seit einigen Wochen sind E-Scooter legal auf deutschen Straßen unterwegs. Bis jetzt sind aber nicht viele Modele zugelassen und da stellt sich natürlich die Frage warum so wenig Hersteller bis jetzt ihre E-Scooter auf dem Markt gebracht haben.

In den vergangenen Tagen verschickten Elektrofachmärkte wie Media Markt und Saturn E-Mails an Vorbesteller, in denen für einzelne Modelle auf eine Verzögerung “auf unbestimmte Zeit” hingewiesen wird. Hintergrund ist offenbar eine ausstehende Betriebserlaubnis. “Wir liefern erst dann, wenn wir Modelle haben, bei denen definitiv eine Straßenzulassung vorliegt”, sagt eine Konzernsprecherin. Das sei bei vielen Modellen noch nicht der Fall.

TÜV-Prüfung dauert rund vier Wochen

Das Kraftfahrt-Bundesamt, das die Zulassung nach einer Typprüfung erteilt, weist die Verantwortung von sich. Die Zulassungsdauer betrage “etwa 14 Tage”. Hinzu kommen rund vier Wochen, die etwa der TÜV Rheinland “im Idealfall” für seine Prüfungen braucht. Dort wurde aufgrund des großen Ansturms eigens ein Mitarbeiter für die Koordination der Scooter-Kontrollen bereitgestellt.

Derzeit habe man zehn unterschiedliche Modelle in der Prüf-Warteschlange, sagt ein Sprecher: “Das klingt nach wenig, aber wenn man die Bearbeitungszeit von mindestens einem Monat mit einberechnet, ist das ganz schön viel.” Häufig komme es zu Beanstandungen bei Beleuchtung und Bremsmechanik, die Ausbesserungen würden dann noch mehr Zeit verschlingen.

Hessischer Hersteller muss Markstart verschieben

Obwohl E-Scooter bereits seit Mitte Juni in Deutschland zugelassen sind, erhielten bisher erst 13 Modelle eine Betriebserlaubnis. Der hessische Hersteller Shift verschob seinen Marktstart jetzt von August auf Mitte Dezember, andere Firmen vertrösten ihre Kunden seit Wochen in Bezug auf “laufende Prüfungsverfahren”.

Er habe sein aktuelles Modell aufgrund der komplexen Zulassungsprozedur bis auf Weiteres “eingestampft”, sagt Shift-Geschäftsführer André Schaefer – trotz der fast 80 Vorbestellungen. Nun hoffe er, bis zum Weihnachtsgeschäft einen neuen Scooter verkaufen zu können. Dann mit der nötigen Betriebserlaubnis.

Schreibe einen Kommentar

Kommentieren